Gymnasium Gleichense Ohrdruf

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! - Studienfahrt der Klassen 9/1 und 9/2 nach Berlin -

Am 05.04.2017 trafen wir, die Klassen 9/1 und 9/2, uns pünktlich um 5:45 Uhr an unserer Schule. Trotz der frühen Uhrzeit stiegen wir aufgeregt und voller Vorfreude auf diese drei Tage in unserer Hauptstadt in den Bus und so begann um 6:10 Uhr unsere Reise nach Berlin. Dabei begleiteten uns Frau Borth, Frau Koppe, Frau Uhr und Herr Grün.  
Nach einer lustigen und spannenden Fahrt von ungefähr vier Stunden und einer Rast bei "McDonald´s" erreichten wir endlich unser Ziel - Berlin. Bevor es zum ersten Highlight kommen sollte, stellten wir die Koffer im Hotel "MEINIGER Hotel Berlin" ab. Dieses befand sich direkt am Hauptbahnhof, weshalb wir eine super Lage hatten. Von unserem Hotel  aus liefen wir zum Bundestag. Dort haben wir in zwei Gruppen eine Führung bekommen. Uns wurde etwas über die Geschichte des Bundestags erzählt sowie über die heutigen Politiker. Außerdem durften wir in den Konferenzsaal der SPD und auch den Plenarsaal schauten wir uns staunend an. Die Größe des Gebäudes und die große Glaskuppel, von der wir über weite Teile Berlins schauen konnten, fanden wir sehr beeindruckend.
Nach diesem aufregenden ersten Erlebnis in Berlin folgte auch schon das zweite Highlight. Mit einem Boot fuhren wir vier Kilometer auf der Spree und wir konnten somit einiges über ausgewählte Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Berliner Dom und das Regierungsviertel, erfahren. Doch unser erster Tag in der Hauptstadt war noch von einem Ausflug geprägt. Nach dem Abendessen im Hotel liefen wir alle, entlang der Spree und am beleuchteten Bundestag vorbei, zum Brandenburger Tor. Es war schon dunkel und somit erlebten wir Berlin bei Nacht. Die beleuchteten Sehenswürdigkeiten beeindruckten uns sehr und natürlich durften unzählige Fotos nicht fehlen. Wir gingen zu unserem Hotel zurück und der erste Tag neigte sich dem Ende zu.
Nach diesem atemberaubenden Start unserer Studienfahrt begann der zweite Tag genauso spannend. Direkt nach dem Frühstück bekamen wir von einem zugestiegenen Guide eine Stadtrundfahrt. In unserem Bus fuhren wir an den wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten vorbei und bekamen dabei zahlreiche Informationen von unserem Tourguide. Am Alexanderplatz stiegen wir aus und wir konnten ihn mit der Weltuhr und dem Fernsehturm eigenständig erkunden. Danach fuhren wir weiter zum "Holocaust Denkmal", welches unsere Endstation der Stadtrundfahrt war.
Nachdem wir dieses erkundeten und zum Checkpoint Charlie liefen, gingen wir in das "Mauermuseum Berlin". Dort erfuhren wir mehr über das Leben in der DDR und schauten uns Filme aus dieser Zeit an. Nach dem Museumsbesuch trennten sich die Wege unserer beiden Klassen. Wir, die 9/2, liefen noch ein Stück an der damaligen Mauer entlang, während die 9/1 bereits Freizeit hatte. Als wir an der Mauer zwischen der ehemaligen BRD und DDR standen, wurde uns bewusst, wie schlimm es für die Menschen sein musste, von einem Moment auf den anderen eine Mauer im eigenen Land zu haben und vielleicht sogar seine Liebsten für eine ungewisse, lange Zeit nicht mehr sehen zu können.
Danach liefen wir zum "Panoramapunkt". Dort fuhren wir mit einem extrem schnellen Fahrstuhl in 20 Sekunden 24 Stockwerke nach oben. Von dort aus hatten wir einen atemberaubenden Blick über Berlin. Es war beeindruckend, wie riesig unsere Hauptstadt doch ist, wobei wir nur einige Teile von Berlin erblicken konnten. Mit wunderschönen Fotos und Erinnerungen fuhren wir wieder hinab und wir bekamen circa zwei Stunden Freizeit, in der die meisten von uns in der "Mall of Berlin" shoppen waren. Mit vollen Einkaufstüten trafen wir uns dann an der ersten Ampel in Deutschland auf dem Potsdamer Platz wieder, um gemeinsam mit beiden Klassen zur "Blue Man Group" zu gehen. Diese Schauspiel- und Musikgruppe, bestehend aus drei stummen, blauen Männern, führten uns eine beeindruckende Show aus Musik, Farben und Spaß vor, in der auch das Publikum mit einbezogen wurde. Auch nach dem Programm hatten wir die Möglichkeit, Fotos mit den Darstellern zu machen, wobei auch einige von uns ein Foto ergatterten.
Nach der Vorstellung liefen wir zurück zum Hotel. Dort hatten wir alle noch Freizeit und vertrieben uns die Zeit bis zur Nachtruhe ganz unterschiedlich. Einige von uns gingen noch auf das Dach unseres Hotels. Von da aus hatte man einen wundervollen Panoramablick über Berlin bei Nacht. Alles hat geleuchtet und wir waren sprachlos bei diesem Anblick. Auch der zweite Tag war sehr aufregend und alle waren gespannt, was der dritte und somit letzte Tag mit sich bringen würde.
Am letzten Tag standen wir extra früh auf, um unsere Koffer zu packen.  Gestärkt vom Frühstück luden wir unser Gepäck in den Bus und fuhren zum Bundesrat. Am Bundesrat durften wir noch einmal für eine halbe Stunde in das Einkaufszentrum gehen, bevor unsere Tour startete. Dann wurden wir herzlich von zwei Angestellten empfangen, welche uns den Plenarsaal des Bundesrates zeigten. Nachdem wir uns den echten Saal von oben anschauten, gingen wir in einen anderen Raum und spielten eine Gesetzgebung durch. Dabei durften wir uns die verschiedenen Rollen der Bundesländer sowie Bundesregierung und das Präsidium aussuchen. Gemeinsam entwickelten wir einen Gesetzesvorschlag für das Autofahren ab 16 Jahren, welchen wir, im wahren Leben, an den Bundestag geschickt hätten. Durch dieses Rollenspiel konnten wir alle die Gesetzesgebung verstehen. Außerdem hat es Spaß gemacht, solch einen Entwurf zu entwickeln und dann an einem Rednerpult zu präsentieren.
Nach dem Besuch im Bundesrat begaben wir uns auf einen langen Fußmarsch durch Berlin-Mitte zum "Anne Frank Zentrum". Als wir dort ankamen, bekamen wir etwas Zeit, um uns etwas zu Essen zu kaufen. Gestärkt ging es dann in das Museum, in dem wir mehr über Anne Frank und ihr Tagebuch sowie über die Zeit, in der sie lebte und Anne Frank in der heutigen Zeit erfuhren. Auch hier konnten wir uns nur schwer vorstellen, wie schlimm diese Zeit und das Leid der betroffenen Menschen gewesen sein muss.
Doch dann ging es auch schon zum letzten Ausflug unserer Berlinreise. Mit dem Bus fuhren wir zur Siegessäule. Alle, die mit nach oben wollten, stiegen die 285 Treppen hinauf, um die überragende Aussicht zu genießen. Von der obersten Plattform waren unsere unten gebliebenen Mitschüler nur noch winzig klein. Nachdem wir die schönsten Motive fotografiert hatten, liefen wir wieder die unzähligen Stufen hinab und als alle wieder unten ankamen, stiegen wir in unseren Bus und traten die Heimreise an.
Auch die Heimreise war sehr aufregend und wir genossen die lustige Stimmung im Bus, da wir unter anderem unsere Nationalhymne sowie das Rennsteinlied sangen. Als wir schließlich nach circa vier Stunden Busfahrt wieder zu Hause waren, berichteten wir unseren Eltern von den vielen überwältigenden Erlebnissen.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei unseren Lehrern für die ausgezeichnete Organisation und Vorbereitung dieser Reise sowie für ein humorvolles Miteinander. Für uns alle war die Fahrt nach Berlin ein außergewöhnliches und unvergessliches Erlebnis, das uns alle noch mehr zusammengeschweißt hat.

25.04.2017 Antonia Clarissa Alt, Lukas Meyer; 9/2

Bildergalerie