Gymnasium Gleichense Ohrdruf

Bericht Studienfahrt nach Rom 17.09.- 24.09.2016

 Am Samstag, den 17.09.2016 begann um 18.00 Uhr endlich die lang ersehnte Studienfahrt der elften und zwölften Klassen nach Rom. Dabei begleiteten uns Herr Merten, Frau Meier, Frau Rudolph und Frau Werner. Nachdem unsere Koffer verstaut wurden, brachen wir zur 18 – stündigen Busfahrt auf. Nach einigen kurzen Pausen erreichten wir das „Camping Village Fabulous“ sogar früher als geplant und beim Bezug der Bungalows war die Stimmung ausgelassen. Der Rest des Sonntages stand zur freien Verfügung und so nutzen wir das noch teilweise sonnige Wetter um das Camp zu erkunden und am Pool zu entspannen.
Der nächste Tag begann, nach teilweise heftigen Gewittern in der Nacht, mit freundlichem Sonnenschein am Morgen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit dem Bus zur nahegelegenen S-Bahnstation, um mit S- und U-Bahn in die Stadt zu fahren. Das erste Ziel des Tages war das Forum Romanum, wo einige Schüler ihre vorbereiteten Kurzvorträge präsentierten. So erfuhren wir mehr über den Saturntempel, die Curia Iulia, den Lapis Niger und vieles mehr. Diese antiken Bauwerke trafen nicht nur bei den Lehrern auf Begeisterung, auch wir Schüler waren schwer beeindruckt. Nach einer kurzen Pause und einem Fußmarsch vorbei am Monumento a Vittorio Emanuele II, von den Römern auch „Schreibmaschine“ genannt, erreichten wir das Kapitol, zu dem wir erneut Schülervorträge hörten. Allerdings hielten wir uns hier nicht allzu lang auf, da für Montag noch einige Attraktionen auf dem Plan standen. So erreichten wir am Nachmittag das Kolosseum, wo uns ein zeitlicher Rahmen von einer Stunde vorgegeben wurde, um das Kolosseum selbstständig zu erkunden. Nachdem sich alle Schüler wieder am verabredeten Treffpunkt eingefunden haben, fuhren wir erneut mit U- und S-Bahn zurück zu unserem Bus, der bereits auf uns wartete. Auf dem Weg zurück ins Camp hielt der Bus noch kurz an einem Supermarkt, in dem wir uns für die kommenden Tage eindeckten. Angekommen im Camp, mussten wir all die neuen Eindrücke erstmal verarbeiten. Da es das Wetter zuließ, saßen wir am Abend beisammen und ließen den ersten Tag unserer Studienreise ausklingen.
Am Dienstag, dem 20.09.2016, brachen wir nach dem Frühstück erneut nach Rom auf um den Vatikan zu besichtigen. Dank einer Reservierung für Schülergruppen, verkürzte sich die Wartezeit vor den Vatikanischen Museen um ein vielfaches und wir konnten die Zeit nutzen um die Vatikanischen Museen zu erkunden und die uns aufgetragen Aufgaben zu erledigen. Nachdem sich alle Schüler, mehr oder weniger pünktlich, wieder am verabredeten Treffpunkt versammelten, gingen wir gemeinsam zum Petersplatz, wo wir die entsprechenden Schülervorträge hörten. Anschließend hatten wir einige Stunden Zeit, um den Peterplatz und den Petersdom selbstständig zu besichtigen. Einige von uns bestiegen sogar die Kuppel des Petersdoms die nur mittels über 510 Stufen bzw. teilweise mit dem Fahrtsuhl zu erreichen war. Doch der Ausblick über Rom war alle Anstrengung wert. Mit Blick auf die Engelsburg hörten wir anschließend die letzten Vorträge dieses Tages. Zurück im Camp war die Pizzeria, nicht nur an diesem Tag, bei uns sehr beliebt und so verlief der Abend ähnlich dem Letzten.
Am Mittwoch begann der Tag für uns Schüler etwas früher als gewohnt, da unser Reiseziel an diesem Tag Neapel bzw. die Ruinenstadt Pompeji war, was eine 3-stündige Busfahrt beinhaltete und wir uns zuvor am Frühstücksbuffet für den Tag stärken mussten. Doch durch die lange Busfahrt gelang es uns, etwas fehlenden Schlaf nachzuholen.  Um 11 Uhr trafen wir in Pompeji ein und gingen dort direkt zu einer Führung durch die Ruinenstadt über. Nachdem die Führung beendet war, schossen wir noch ein Gruppenfoto und bekamen anschließend noch einige Stunden Freizeit, um uns in nahegelegenen Pizzerien niederzulassen oder Souvenirs zu kaufen. Wenig später traten wir die Rückfahrt ins Camp an. Da noch einige Vorträge offen standen, trugen die Schüler diese spontan im Bus vor.  So erfuhren wir mehr zu Vulkanismus, Alpidische Gebirgsbildung und außerdem einiges über die Reiseroute von Rom nach Neapel. Nach diesem anstrengenden aber interessanten Tag fielen wir am Abend in unsere Betten.
Der Donnerstagmorgen begann für uns wieder zur gewohnten Zeit und startete, angekommen in der Stadt, sehr abwechslungsreich. Zunächst besuchten wir die antiken Caracalla Thermen, zu denen wir auch informative Schülervorträge hörten. Anschließend konnten wir kurz den Circus Maximus anschauen. Nach einem Fußmarsch legten wir eine Mittagspause ein, die wir bei Burger King oder anderen lokalen Restaurants verbrachten. Weiterhin fuhren wir mit der U Bahn zum Ara Pacis, welchen wir von innen besichtigen konnten.  Auch hierüber, sowie über das gegenüberliegende Grab des Augustus, erhielten wir Informationen in Form eines Vortrages. Nach dem Ara Pacis führten uns die Lehrer zum Piazza Navona, und anschließend zum beeindruckenden Pantheon, welches wir sowohl von innen als auch von außen besichtigen konnten. Anschließend bot sich uns die Möglichkeit, in einer der berühmtesten Eisdielen Roms einige Kugeln Eis zu essen. Dank hervorragender Vorbereitung auf das Bestellen des Eises im Lateinunterricht, verlief auch das ohne Komplikationen und jeder hatte am Ende das gewünschte Eis. An den Reaktionen der Schüler war gut zu erkennen, dass auch diese Art von Kultur gut bei uns ankam. Weiterhin bestaunten wir die Marc Aurel Säule und wenige Minuten später erreichten wir den Trevi Brunnen, welcher durch sein imposantes Erscheinungsbild für viele zum Fotoobjekt wurde. Natürlich warfen wir auch Geld in den Trevi Brunnen, im Glauben an die Legende, wieder nach Rom zurückzukehren zu dürfen. Anschließend hatten wir die Wahl unsere Freizeit in der Nähe der spanischen Treppe zu verbringen oder Frau Werner zum Hardrock Cafe zu begleiten. Danach trafen wir uns alle wieder an der spanischen Treppe, wo wir anschließend per U-Bahn und einem etwas überfüllten Linienbus wieder ins Camp gelangten.
Am Freitagmorgen bestand zunächst einmal die Herausforderung darin, unsere Bungalows für die  Abnahme durch die Lehrer wieder besenrein zu machen und aufzuräumen. Als diese Hürde überwunden war, hatten wir anschließend die Möglichkeiten im Camp zu bleiben und an den Pool zu gehen,  an den Strand nach Ostia zu fahren oder mit Frau Werner das antike Ostia zu besichtigen. Nachdem sich alle wieder im Camp versammelten, traten wir um 18.00 Uhr unsere Heimreise an. Die Fahrt verlief sehr ruhig, was besonders den aufregenden Tagen und Nächten der vergangen Wochen geschuldet war. Wir legten jeweils in Florenz, Innsbruck und Nürnberg kleinere Pausen ein. Nach ca. 16 Stunden Fahrzeit erreichten wir Ohrdruf, wo uns unsere Familien und Freunde schon sehnsüchtig erwarteten. Wir selbst konnten es kaum erwarten, von unseren neu gewonnenen Eindrücken zu berichten und alle Fotos mit unseren Familien auszuwerten. An dieser Stelle bedanken wir uns bei unseren Lehrern für die ausgezeichnete Organisation und Vorbereitung dieser Reise sowie für ein humorvolles Miteinander. Für uns alle war die Fahrt nach Rom ein außergewöhnliches Erlebnis, das uns alle noch mehr zusammengeschweißt hat.

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