Gymnasium Gleichense Ohrdruf

Auf den Spuren der innerdeutschen Grenze

Die Gedenkstätte Point Alpha, gelegen an der Grenze zwischen Thüringen und Hessen, ist ein unvergleichliches Zeitzeugnis und ein einzigartiger Lernort der Geschichte. Hier standen sich die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüber. Point Alpha präsentiert am authentischen Ort die Konfrontation der beiden Machtblöcke, den Aufbau der Grenzanlagen mit ihren Sicherungselementen, militärische Abläufe sowie das Leben an und mit der Grenze aus der Sicht der Bevölkerung.  
Diese Gedenkstätte war das Ziel der 10. Klassen am 18. März 2015. Um einen weiteren Einblick in die deutsche Geschichte zu erhalten, begaben wir uns, in Begleitung von Herrn Creutzburg und Frau Jäger, 7.45 Uhr auf den Weg nach Geisa. Dort angekommen, nutzten wir unsere Zeit und erkundeten den Weg der Hoffnung. Hier markieren vierzehn monumentale Skulpturen ein Stück des Todesstreifens der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Dieser erste Eindruck wurde sofort mit einem Vortrag unserer Betreuer im Haus auf der Grenze ergänzt. Wir erfuhren wichtige Fakten und Details dieser Zeit und frischten unser Wissen auf.
Zum aktiven Erwerb der geschichtlichen Kenntnisse, wurden wir in Gruppen aufgeteilt und bekamen anschließend eine kleine Führung durch das anliegende Museum. Des Weiteren hatten wir die Gelegenheit, ein Stück der ehemaligen Mauer und des US-Stützpunktes zu besichtigen. Nach einer kurzen Mittagspause führte uns unser Weg zurück in das Museum und wir begannen mit unserer Gruppenarbeit. Dazu begaben sich einige Gruppen wieder in den Außenbereich, andere wiederum blieben im Museum und erarbeiteten sich ihr Wissen anhand eines Filmes und der Ausstellung.
Im Anschluss erhielten wir einen ausführlichen und abschließenden Zeitzeugenbericht von einer ehemaligen Bewohnerin des Sperrgebiets. In Geisa aufgewachsen, berichtete sie uns von dem unbeschwerten Leben vor dem Mauerbau und der anschließenden Unfreiheit im Sperrgebiet.
Auf der Rückfahrt wurde uns bewusst, wie privilegiert unsere Generation ist, in einem vereinten Deutschland aufwachsen zu dürfen.

29.03.2015 Denise Beck 10/2