Gymnasium Gleichense Ohrdruf

„Was glaubt man, wenn man jüdisch ist?“

Drei Synagogen waren in Erfurt auf dem Programm dieses Schultags im April, an dem unsere Sechstklässler intensiv dieses Thema original vor Ort betrachteten.

Frau Ulbricht in der Neuen Synagoge stand Rede und Antwort und ermöglichte den Blick in den Thoraschrein. Ein wenig blieb die Frage offen, was eigentlich eine Mikwe ist.
Jedoch in der Kleinen Synagoge erklärte Herr Hellmuth frisch und anschaulich das Typische des jüdischen Gottesdienstes und den Umgang mit der Thora, wobei ein zum „Synagogendiener“ avancierter Schüler helfen durfte.
Auch die dortige Mikwe wurde besucht und erklärt, wie sie der jüdischen Reinigung diente. Einige entlockten sogar dem Schofarhorn einen Ton, dass zum Beispiel zum Neujahrsfest geblasen wird. Applaus!
Der Rundgang in der Alten Synagoge ergänzte dies alles und begeisterte mit dem Schatz und den mittelalterlichen Schriften.
Am Dom findet man in plastischer Form am Portal und im Chorgestühl die mittelalterliche Sicht auf Juden künstlerisch ausgedrückt – sie gehörten nicht „hinein in das Paradies“.
Nach so viel Wissenswertem und Spannendem brauchte man zum Abschluss unbedingt noch einen Donut oder eine Bratwurst am Domplatz, wofür nur wenig Zeit blieb, denn dann ging es schon wieder zurück nach Ohrdruf.

23.04.2015 M. Pohl