Gymnasium Gleichense Ohrdruf

Ein Vormittag im Kloster (Klasse 7/2)

Besuch der 7. Klassen im Kloster Veßra

Am 5. Mai 2015 besuchten wir, die Klassen 7/1 und 7/2, das Kloster Veßra bei Schleusingen. Wir trafen uns 7:20 Uhr an der Schule, zehn Minuten später  kam dann auch schon unser Bus. Nach einer Stunde Busfahrt kamen wir an. Danach liefen wir eine kurze Strecke zum Kloster, dort standen wir noch eine Weile, bis 9:00 Uhr die Tür des Klosters aufging.
Als wir dann hinein durften, sahen wir uns erst einmal um. Später teilten sich die 7/1 und die 7/2 in zwei Gruppen und wir starteten mit unserem Projekt.
Unsere Klasse begann mit einer Führung. Zuerst gingen wir zu dem sogenannten Kreuzgang, wo uns viel zur Geschichte des Klosters erzählt wurde. Zum Beispiel, dass 1131 das Kloster durch Graf Gotebold von Henneberg gegründet wurde. Hier in diesem Kloster lebten früher viele Mönche und Nonnen mit christlichem Glauben. Für sie war das Gebet am wichtigsten. Sie lebten nach dem Motto ,,ora at labora“. Alle Mönche und Nonnen hatten eine Novizen-Zeit. Das war die Zeit, wo die Nonnen und Mönche ausprobieren konnten, ob das Klosterleben das Richtige für sie wäre. 1939 wurde das Kloster durch einen Brand zerstört. Deswegen wurden die Nonnen in ein anderes Kloster gebracht. Als Mönch oder Nonne musste man 7 Gebete am Tag durchführen, meist schon sehr früh. Auf dem sechs Hektar großen Gelände gab es viele verschiedene Gebäude, z.B. eine Mühle, Ställe, Scheunen, Kornhaus und Gärten. Es gab auch einen Friedhof, der zwischen Obstbäumen war, und zwei Klosterteiche, die man während des Fastens nutzte wegen der Fische, die man aß. Nach dem Kreuzgang sahen wir uns die Klosterkirche an, die im 12. und 13 Jh. gebaut wurde. Sie hat einen gotischen und zum Teil romanischen Baustil und ist eine mittelalterliche Basilika.
Nach der Besichtigung hatten wir eine kurze Pause. Danach wechselten wir die Projekte. Wir durften in einer ,,Schreibstube“ wie die Mönche mit Gänsefeder und Tinte schreiben. Zuerst erklärte man uns, auf was man früher schrieb: Pergament und Papyrus. Pergament besteht aus zum Beispiel Kalbsfell und Papyrus ist rein pflanzlich. Dazu gab es noch Tinte, die wie früher selber hergestellt wurde. Purpur-Tinte, Pflanzensaft, Indigo-Tinte und Eißengallus-Tinte. Wir malten die lateinischen Buchstaben auf einem Vordruck nach. Dies war gar nicht so einfach. Als wir mit dem Schreiben fertig waren, durften wir noch knapp eine Stunde das Gelände erforschen. Dann trafen wir uns und gingen alle zusammen wieder zum Bus.
Nach einer Stunde Heimfahrt waren wir 13:30 an der Schule. So ging ein schöner Tag im Kloster zu Ende.
17.05.2015 Antonia Keitel, 7/2